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Okt 23

*Dennis Possen und Nora Wrobel Vereinsmeister 2018*

Kurz vor Saisonabschluss geht es nochmal mächtig rund zu bei uns Scheibensuchern. Am 27.10. wird mit dem Waldschwimmbad „Links Rum“ Vol. 1 ein lang ausgetüftelter und von vielen herbeigesehnter Plan endlich in die Tat umgesetzt: hier sollen Linkshänder und Vohand-Spezialisten auch einmal auf dem ansonsten sehr linkslastigen Parcours auf ihre Kosten kommen.

Aber zuvor wurden letztes Wochenende erst einmal zum 12. Mal die Mitglieder der Scheibensucher Rüsselsheim e.V. aufgerufen, sich im „two-face“-Turnier zu messen und die beste Dame und den besten Herren aus den eigenen Reihen zu ihren Vereinsmeistern 2018 zu krönen.


„Two-face“, weil es auch in diesem Jahr hieß, das beliebte und bewährte Format auf unseren beiden Kursen zu meistern: 21 „Long Tee“-Bahnen im Ostpark kombiniert mit den 16 Innen-Bahnen des Waldschwimmbades. Komplettiert wurde das Angebot auch dieses Jahr wieder durch ein kleines Finale über fünf WSB-Bahnen für die besten fünf Herren und die besten fünf Damen aus den insgesamt 46 Spielern.

In der 1. „Halbzeit“ im OP kam
Phillip-Tyler Belt (55) mit einem Birdie mehr in eine knappe Führung vor Dennis Possen (56). Auch der Vereinsmeister von 2017 Wolfgang Kraus und Tobias Pfeiffer (59 und 60) waren den beiden dicht auf den Fersen und hofften vage auf Chancen im WSB. Denn das WSB gibt es und das WSB nimmt es – hier kann bekanntlich alles passieren, und so wurde es in der 2. Halbzeit wieder richtig spannend.

Dennis Possen schien im letzten Jahr genug Opfergaben dargebracht zu haben, denn der See war ihm wohlgesonnen. Er startete noch einmal so richtig durch – mit einer 42 konnte er sich klar gegen Phillip-Tyler Belt (46) absetzen und mit einem 3-Wurf-Vorsprung ins Finale gehen. Aber es gab noch weitere, die ebenfalls ausgerechnet im WSB glänzen konnten: auch Tobias Pfeiffer spielte eine 42 und erreichte damit vor dem Finale Platz 3. Underdog und „lang-schon-nicht-mehr-Junior“ Lukas Klingbeil spielte eine ebenfalls sehr starke 44 und katapultierte sich damit von Platz 8 auf Platz 4, was auch ihm einen der begehrten Finalplätze sicherte. Wolfgang Kraus spielte eine 49 und durfte damit das Final-Quintett komplettieren.

Im Finale setzte Dennis auf Vernunft und legte an der letzten Bahn einen schwierigeren Putt ab statt drauf zu gehen. „Das Chicken“ kostete ihm zwar einen Wurf Phillip gegenüber, es verhinderte aber nicht seinen Sieg. Die gute Finalrunde von Lukas und die leider nicht so gute von Tobias führte zu einem Wurfgleichstand der beiden und damit zu einem doppelt besetzten 3. Platz.

Bei den Scheibensucherinnen lässt sich ein positiver Trend verzeichnen: bis 2017 kam „mangels Masse“ niemals eine Division zustande. Letztes Jahr war es dann mit fünf Damen das erste Mal soweit, und dieses Jahr gingen zu unserer Freude von inzwischen zehn Damen sechs an den Start. Da in 3er Flights gespielt wurde, bedeutete dies zwei Damenflights!

Nora Wrobel legte bereits im OP mächtig vor (68) und konnte ihren Vorsprung im WSB (54) noch weiter ausbauen. Ich selbst battelte mich mit Sonja Reinhart um Platz 2. Nach meiner durchwachsenen 1. Runde (75) lag ich auf Platz 3 hinter Sonja (74), konnte aber im WSB nochmal etwas aufholen (62) und startete als 2. ins Finale, wo ich meinen Platz verteidigen konnte. Sonja, der das WSB anfangs nicht so gewogen schien (71), startete zwar auf dem 4. Platz hinter Marina Antunovic (81 und 61) ins Finale, behielt hier aber die Nerven und versöhnte sich kurzfristig noch mit dem scheibenfressenden Monster; sie schloss auf dem 3. Platz ab. An dieser Stelle sei auch einmal angemerkt wie dankbar ich bin, dass wir zwar eine kleine, aber dafür um so feinere Damen-Truppe sind, und dass wir Scheibensucherinnen uns gegenseitig neidlos unterstützen und den „Spirit of the Game“ auch in die Damen-Rige unseres Vereins tragen.

Von unserern Junioren schlug Timo sich ebenfalls nicht schlecht: nach einer 63 im OP und einer 54 im WSB erreichte er Platz 13 in der Gesamtwertung, und wir dürfen sicherlich auf zukünftige Leistungen der Scheibensucher-Nachwuchspieler gespannt sein.

Toad McReynolds warf zwar ein Ass an Bahn 17 im OP, da es aber traditionell keinen „Ass-Pool“ bei unseren VM gibt, muss er sich wohl oder übel mit dem Jubel seiner Vereinskollegen zufrieden geben. Well done, Toad!

Für den anschließenden Filmabend schmiss der Verein Grillfleisch und – wie schon den ganzen Tag – Getränke für die ganze Mannschaft. So kann man das vermutlich letzte sommerliche Herbst-Wochenende ganz großartig ausklingen lassen!

Wir gratulieren Dennis und Nora zu ihren souveränen Siegen! Und allen anderen… zur Mitgliedschaft in diesem tollen Verein!

Hier die Ergebnisse der VM im Einzelnen

https://discgolfmetrix.com/?u=scorecard&ID=831922

Bericht: N. Palencia

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