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Apr 20

Dieses Wochenende fanden die 9. Salzgitter Island Challenge statt; wie man mir sagte, in diesem Jahr zum 1. Mal im B-Turnier Format über 2 Tage mit 18 Bahnen. Für mich als absoluten Insel-Neuling ein Grund, einen ausführlichen Bericht zu schreiben…

Malerisch auf der Insel im Salzgittersee gelegen, wartet ein wunderschöner Parcours auf, bei dem Wasser-OB erstaunlicherweise kaum eine Rolle spielt. „Die Insel auf der es keine Insel gibt“ hatte in den letzten 9 Jahren schon viele Gesichter: 2010 war es noch ein C-Turnier mit 3×12 Bahnen, 2012 wurde das Format auf 2×18 Bahnen an einem Tag geändert. Dieses Jahr nun also das B-Turnier-Format mit drei vollen Runden für alle. Statt eines Finales wurde die 3. und letzte Runde im Golfstart-Modus gespielt. 

1882 Meter von Bahn 1 bis Bahn 18, im Durchschnitt also 105 Meter jede Bahn; 5 Par-4 Bahnen, die längste davon 161 Meter – das sind doch mal Zahlen! Also alles höher, schneller, weiter? Und ob! 

Die Anzahl der Scheibensucher hielt sich mit vier Personen zwar in Grenzen, die Truppe war aber gut drauf! So brachten 2 Scheibensucher den Sieg Ihrer Division nach Hause: Lucca Seippenbusch setzte sich gegen seinen größten Konkurrenten Jörg Ebertshäuser beim Stechen der Pro Masters 40+ durch. Und auch Wolfgang Kraus konnte das Kopf an Kopf Rennen bei den Pro Masters 50+ für sich entscheiden; mit nur einem Wurf Vorsprung gewann er gegen den amtierenden Deutschen Meister seiner Division, George Braun. Herzlichen Glückwunsch! 

Die Open-Klasse der Herren gewann Christian Plaue mit -10/-11/-11 und gleich 2 Eagles an Bahn 8, dem Nadelöhr. Damit wiederholte sich das Mysterium, dass bisher kein Male Open Sieger seinen Titel verteidigen bzw. seinen Sieg wiederholen konnte. Auch wenn dieser Fluch dieses Jahr beinahe gebrochen worden wäre – Kevin Konsorr, der Sieger von 2012, verpasste den Sieg nur um einen Wurf und belegte den 2. Platz. Den 3. Platz teilen sich der amtierende Deutsche Meister Jerome Braun, der seine vergleichsweise schlechte 1. Runde nicht mehr ausgleichen konnte, und Maik Hartmann. 

Bei den Damen siegte Antonia Faber, amtierende Deutsche Meisterin, mit einem sensationellen Score von -2/-2/-8! Ich habe nachgezählt: von 72 Spielern erreichten nur noch 12 weitere Spieler einen Runden-Score von 51 oder weniger – Hut ab Antonia, für diese tolle Leistung! 

Bei den Junioren war es dieses Jahr ebenfalls spannend, ging es für sie doch um den Platz in der Nationalmannschaft zur Teilnahme an der Europameisterschaft. Hier konnte sich Jonas Steermann durchsetzen, auch wenn er das Turnier nach Timo Hartmann und David Strott als 3. abschloss. 

TD Andreas Martin und seine Leute sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Turniers. Der Parcours war professionell im Vorlauf mit Dronen gefilmt und veröffentlicht worden. Pünktlich zur Eröffnung des Kurses war alles sauber abgesteckt und markiert. Beim Golfstart in Runde 3 wurde jeder Spieler namentlich beim 1. Wurf angesagt – was den Druck für so manchen noch weiter verstärkte. Zwischen den Runden warteten Äpfel und Bananen sowie Kaffee am Caddyshack. Das Mittagessen war lecker, und meine Spaghetti auch perfekt gegart. Leider spielte das Wetter nicht mit: es regnete Freitag, Samstagvormittag und auch Sonntagvormittag zwar nicht stark, aber durchgehend. So glich der Parcours an manchen Stellen einem Schlammfeld und es war kaum möglich, ohne Matsch-Besohlung da rauszukommen.

Ein super Wochenende auf der Insel, wir kommen sicher wieder! 

Platzierungen Scheibensucher:

Carlos Palencia Martin: Platz 21 Open
Nathali Palencia Martin: Platz 6 Open Woman
Lucca Seippenbusch: Platz 1 Pro Masters 40+
Wolfgang Kraus: Platz 1 Pro Masters 50+

 

Text: Natahli Palencia Martin
Fotos: Alessa Schwarz und Matthias Lehn

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