Okt 16

Neuer Kursplan Ostpark Classic "21"

Sicherheit:

Parkbesucher dürfen nicht gefährdet werden und haben Vorrang.

Bitte vergewissert Euch vor dem Abwurf, dass die Bahn frei ist. Falls Parkbesucher das Spiel behindern, bitte freundlich auffordern weiter zu gehen. Bei größeren Gruppen, insbesondere mit Kindern, die Bahn auslassen.

Lärmschutz:
Am Sonntag früh beginnt das Training an Bahn 3, damit die Anwohner des Parks nicht morgens durch Kettenklingeln gestört werden.

Putt-Training an den Körben 1 und 21 ist – außer an Turniertagen – nicht gestattet!

Auf der vorderen Wiese am Parkeingang bitte kein Wurftraining veranstalten

Markierungen:
OB-Linien, Mandatories und Korbpositionen bitte den untenstehenden Regeln und dem Kursplan entnehmen. Die Abwürfe des Classic-Kurses sind blau markiert und wie folgt gestaltet:

  • Abwürfe in der Wiese und im Wald als gepflasterte Tee-Pads mit nummerierten Abwurfleisten. Eventuell noch provisorisch mit einer Kokosmatte als Tee-Pad und nummerierter Abwurfleiste
  • Abwürfe auf Wegen nur mit nummerierter Abwurfleiste
  • Abwurf Bahn 5 nur mit zwei runden, blauen Markierungen links und rechts vom Weg

Regeln:
Gespielt wird nach den aktuellen PDGA-Regeln. Diese Regeln sind auf der Webseite www.discgolf.de zu finden. Ausnahmen sind die Bahn 7 Dogleg- und Bahn 21 Mandatory-Regeln.
Auf unserem Kurs gelten an bestimmten Bahnen Vorschriften, wo die Scheibe entlang gespielt werden muss (Dogleg oder Mandatory, kurz Mando). Außerdem bestimmte Zonen, wo die Scheibe nicht liegenbleiben darf (Out-of-Bounds, kurz OB).
Wasser ist OB und gilt für den Bach und den Teich. Wasser-OB gilt, wenn die Scheibe im Bach oder Teich liegt und komplett vom Wasser umschlossen ist.
Beim Verfehlen eines Mandos oder wenn die Scheibe im OB liegen bleibt bekommt der Spieler einen Strafwurf dazu addiert. Bei OB wird gemäß normaler OB-Regel von dort, wo die Scheibe die Linie überquert hat, rechtwinklig 1m ins Spielfeld zurück gegangen und weitergespielt. Ausnahme sind die mit Pfeil gekennzeichneten Sonderregeln für Bahn 16 und Bahn 20. (Insel)

Die Bahnen im Einzelnen

Bahn 1:
Doppeltes Mandatory zwischen den beiden Bäumen. Dropzone vor den Bäumen. OB jenseits des Weges hinter dem Korb.

Bahn 2:
Weg hinter dem Korb und darüber ist OB

Bahn 3:
Wasser und darüber ist OB

Bahn 4:
Friedhofszaun und darüber ist OB. Wiese hinter dem Korb ist OB.

Bahn 5:
Wasser ist OB

Bahn 6:
OB Wasser, links und hinter dem Wasser

Bahn 7:
Doppeltes Mandatory zwischen den beiden Bäumen vor dem Korb. Keine Dropzone!  Kein Strafpunkt, falls Mando verfehlt. Die Scheibe muss außen um die Bäume herum zurück und dann hindurch gespielt werden. Wasser, rechts und hinter dem Wasser ist OB. Weg und darüber ist OB.

Bahn 11:
Nur mit Spotter an der Wegekreuzung spielen! Der Spotter muss genau beobachten ob Radfahrer oder Fußgänger die Bahn queren. Wer ohne Spotter spielt, wirft provisorisch vom Weg ab.

Bahn 12:
Teich ist OB

Bahn 13:
Teich ist OB

Bahn 15:
Weg links und darüber sowie weg hinter dem Korb und darüber ist OB.

Bahn 16:
Inselbahn: Alles OB außer dem Inseldreieck, Dropzone an der Spitze der Insel. Wenn der erste Wurf im OB liegen bleibt, wird mit dem nächsten Wurf an der Dropzone fortgesetzt. Es wird solange von der Dropzone geworfen, bis die Scheibe Inbounds liegen bleibt. Für jeden Fehlversuch wird ein Strafwurf dazu addiert. Anschliessend gelten die normalen OB-Regeln.

Bahn 17:
Weg rechts und darüber ist OB

Bahn 18:
Weg rechts und darüber, Weg hinter dem Korb und darüber ist OB.

Bahn 19:
Asphaltierte Wege und darüber sind OB. Wasser in der Vogeltränke ist kein OB.

Bahn 20:
Alles OB außer dem Grün über dem letzten Weg vor dem Korb. Keine Dropzone!
Es wird solange vom Tee geworfen, bis die Scheibe Inbounds liegen bleibt. Für jeden Fehlversuch wird ein Strafwurf dazu addiert.
Anschliessend gelten die normalen OB-Regeln

Bahn 21:
Bitte vom Tee aus genau beobachten ob Radfahrer oder Fußgänger die Bahn queren! Doppeltes Mandatory zwischen den beiden Bäumen nach dem Abwurf. Keine Dropzone! Es wird solange vom Tee geworfen, bis die Scheibe das Mandatory durchquert. Für jeden Fehlversuch wird ein Strafwurf dazu addiert. Dogleg: Der erste Baum in der Baumgruppe auf der Wiese muss links umspielt werden. Keine Dropzone!
Kein Strafpunkt, falls Dogleg verfehlt. Die Scheibe muss rechts um den Baum herum zurück und dann links vorbei gespielt werden.
Weg links vom Korb und darüber ist OB. Wiese rechts vom Korb ist OB.

Die Scheibensucher wünschen viel Spaß und eine schöne Runde!

Regeln und Bahnbeschreibung als PDF download : Hinweise und Regeln Classic-Kurs-Finale-Version

Kursplan als PDF zum downloaden : Ostpark-Classic-Kurs-2011

Hier die ScoreCard als PDF :scorekarten_classic_21

Okt 05

Scheibensucher zu Gast bei den „Korbschlebbern“

Am 24. September veranstalteten die Korbschlebber aus Uettingen ihr kleines, aber feines „Schbaasdurnier“. Das Team um Guido Reinhart und Sonja Scheidemantel, die beide in der deutschen Discgolf-Szene als fleißige Turnierteilnehmer bekannt sind, organisierte ein Turnier unter Freunden.

„Sprich alle Scheibensucher an, wir freuen uns über richtig viele Gäste. Gerne auch Einsteiger, denn bei uns gibt es für Jeden einen Startplatz. Aber auch der sportliche Anspruch wird nicht zu kurz kommen.“ So lud Guido am Rande des Söhnstettener A-Turniers ein. Kurz darauf folgte per Email eine komplette Beschreibung des Vorhabens.

„Auf unserem Trainingsgelände, dem Uettinger Kirchberg, befindet sich unser 2 x 8 – Bahnen-Parcours. Die 60 bis 130 Meter langen Bahnen verlangen ein variables Spiel. Kurze enge Waldschneisen und lange Würfe über Wiesen charakterisieren unseren Kurs. Auf vielen Bahnen lockt das Birdie, wenn man sich nicht für das Baum-Billard entscheidet. Auch wenn es bei manchen Bahnen bergauf oder bergab geht ist alles mit „Rollator“ machbar ;-) “ lautete die Kursbeschreibung mit der unvermeidlichen Anspielung auf die bei den Scheibensuchern sehr beliebten Discgolf-Wagen.

Die Uettinger sind ja bei ihren Nachbarn als „Schneesenger“ verrufen, weil bei ihnen der Schnee immer zuerst abtaut, und so wundert es nicht, dass uns ein mildes Spätsommerwetter erwartete. Der  perfekte Sonnentag versetzte die Spieler schon vor dem Spielstart in gehobene Stimmung und bei Anblick des reichhaltigen Buffets (alles selbstgemacht!) wurde klar: Hier sind wir richtig!

Guido meisterte seinen ersten Einsatz als TD souverän und schickte die 30 Spielerinnen und Spieler gut vorbereitet auf den Kurs. Kurze Schrecksekunde für den TD: Wenige Minuten vor Beginn der Runde fiel einem Flight auf, dass Korb 4 fehlte. Kurzerhand wurde der Reserve-Ching von Scheibensucher Ede aufgestellt und los ging´s.

Apropos Körbe: Korbschlebber Klaus Westermann baute die einzigartigen Körbe, bestehend aus: Bürosessel-Drehgestell als Fuß, darauf eine Fiberglass-Stange aus alten Armeebeständen, ganz oben eine Fahrradfelge für die Ketten (Doppelring) und darunter ein in der Höhe gekürzter Pflanzkübel. Alles nach PDGA-Maßen und laut einhelliger Meinung fingen die genialen Körbe genauso gut wie teure Markenware. Gerüchten zufolge sah Klaus einen Schrottlaster vorbeifahren, verfolgte ihn und handelte die Felgen spontan dem Fahrer ab.

Das Spielschema mit insgesamt 16 Bahnen, aber nicht ganz so vielen Körben,  war intellektuell herausfordernd, wurde von Guido aber brillant gelöst, indem jeder Flight eine individuelle Bahnenreihenfolge in die Scorecards aufgeschrieben bekam.  Trotz Erklärung beim Playersmeeting schafften es dennoch zwei Flights sich zu “verlaufen”, was dazu führte, dass z.B. Marco und Marcel mit starkem Gegenverkehr kämpfen mussten.

Solch kleine Widrigkeiten hielten Marco Rühl jedoch nicht davon ab gleich mit einer 48er Runde zu glänzen. Nur übertroffen von Michael „Ede“ Hamann mit einer sehr starken 47. Wahrscheinlich profitierte Ede vom guten Karma, das er sich auf der Anreise mit seiner Ersten Hilfe an einem gestürzten Radfahrer verdient hatte.  Auf  Platz 3 positionierte sich mit einer 51 Heiko „The Boss“ Niedermayer, Dritter der German Tour 2010, der dieses Jahr eigentlich Spielpause macht, in Lauerstellung auf die beiden Spitzengolfer.

Bei den Damen setzte sich Sonja Scheidemantel mit ihrer Erfahrung + Heimvorteil sofort an die Spitze während Nicole Stelz-Hamann erste Turniererfahrung gewann. Michaela Wald erklärte sich spontan bereit ihre ersten Discgolfrunden zu drehen. Vielleicht lag es auch an den überzeugenden Argumenten ihres Freundes Martin Kunz, der an diesem Tag Geburtstag hatte und für den Discgolf ohnehin das Zweitschönste ist.

Bei den Junioren war die Altersstruktur 17 (Dominique), 13 (Lukas), 10 (Raoul) und 6 (Fabrice). Entsprechend erwartete man auch die Reihenfolge, aber Lukas kegelte auf der Doppelinsel-Bahn eine 17 und so musste er sich nach Runde 1 mit dem dritten Platz begnügen.
Bernd Hofmann setzte sich mit einer 53 bei den Masters in Führung, gefolgt von Michael „JD“ Janske-Drost (56) sowie Harald „Haku“ Kucera und Wolfgang Walter (beide 57, Wolter spielt normalerweise Grandmaster).
Die Bahnen hatten es wirklich in sich, wie Marco zu berichten wusste: „Mag sein, dass die eine oder andere Bahn recht kurz ist. Man braucht aber immer gleich zwei gute Würfe um Par oder gar ein Birdie zu spielen“. Wohl wahr, dem Autor gelang jedenfalls erstmalig seit Beginn seiner Discgolf-Zeitrechnung kein einziges Birdie.

Zur Mittagspause gab es ein sehr leckeres Chili con Carne, von Klaus´ Mutter schon am Vortag zubereitet und deshalb schön durchgezogen. Ergänzt durch eine reichhaltige Auswahl an nahrhaftem Kuchen gingen die Spieler mit aufgefrischtem Kalorien- und Zuckerhaushalt, da lässt auch der erfahrene Turnierspieler seine mitgebrachten Energieriegel gerne stecken, wieder an den Start zur zweiten Runde.

Ede überzeugte wieder mit der besten Runde (48) und lag jetzt insgesamt 3 Wurf vor Marco (50), gefolgt mit weiteren 4 Wurf Abstand von „Boss“ Heiko.
Sonja spielte eine starke 61 und gewann damit die Damenwertung, die nach 2 Runden gespielt war, mit großem Vorsprung.
In der Juniorenklasse verbesserte sich Lukas nun um 13 Würfe, davon 12 weniger auf der Inselbahn, und schob sich vor auf Rang 2.
Masters: Frank Steinbrink spielte jetzt eine starke 52er Runde: „Ich freue mich, dass ich den Anschluss an die Masters-Spitzengruppe gefunden habe und nun im Finale stehe“ sein Kommentar. Haku spielte ebenfalls eine 52 und baute damit seine Führung aus, Bernd mit einer 59 lag jetzt 3 Wurf dahinter, gefolgt von JD und Frank, beide jeweils einen Wurf mehr.
Das Finale bestand aus 8 teils ausgewählten, teils neuen Bahnen und durfte von Allen gespielt werden. Wobei die Damen sich entschieden lieber die Nachmittagssonne zu genießen und auch Senior Grandmaster Peter Pulvermüller erkannte, dass es genug Anstrengung war, während die übrigen Spieler riskierten den Muskelkater zu wecken.
Im Führungsflight, der sich in kuscheliger Atmosphäre präsentierte, münzte Ede (im Bild hinten) seine Führung verdient in den Turniersieg um. Der Boss (im Bild 2. von hinten) spielte mit einer 22 das beste Finale und lag nun punktgleich mit Marco (im Bild vorne). Das musste mit einem Stechen um Platz 2 entschieden werden.
Vierter Mann im Flight ist der aus München angereiste Andreas „Aku“ Kucera (2. Von vorn), der nach einer etwas nachlässigen 56 in der ersten Runde trotz guten Spiels in der Folge nicht mehr in die Medaillenränge vorstoßen konnte.

Die Junioren hielten ihrem Altersunterschied entsprechend die Reihenfolge ein, mit Dominique auf Platz 1 (Bildmitte), Lukas auf Platz 2 (Mitte rechts) und Raoul auf Platz 3 (Mitte links). Sehr tapfer der 6 Jahre junge Fabrice, dem höchster Respekt für seine Leistung gebührte
Dramatisch begann das Masters-Finale: Gleich an der ersten Bahn (Bahn 5) landete Bernds Wurf weit links hinter Gebüsch, der zweite kam nur wenige Meter im Busch weiter und der dritte blieb noch an einem Ast hängen. Damit musste sich Bernd sofort von Platz 2 auf Platz 4 durchreichen lassen und konnte auch im weiteren Verlauf nicht mehr aufholen. Haku spielte sich konstant gut zum Sieg in der Masterklasse während JD und Frank nach der Finalrunde immer noch gleich lagen und zum Stechen um Platz 2 antreten mussten.
Das Stechen fand vor versammelter Spielergemeinde auf dem Fussballplatz statt. Es galt diagonal über den Platz zu driven. Zuerst traten Marco und Heiko zum Stechen um Platz 2 der Open-Klasse an.  Marco landete seinen Wurf etwas weit vom Korb während die Scheibe vom Boss mit ca. 6m Abstand zum Birdie lag. Marco schaffte es leider nicht, der Boss verwandelte sicher und holte Rang 2.
Beim Stechen der Masters legte Frank mit gut 15m Korbdistanz vor. JD wurde seinem Ruf als „Trümmerkrake“ gerecht und parkte seine Scheibe neben dem Korb. Frank gelang der weite Putt nicht und so konnte JD Silber mit nach Hause nehmen.
Das „Schbaasdurnier“ der Uettinger hat sich einen Applaus verdient: Bei der Siegerehrung gab es Medaillen für die ersten Drei ihrer jeweiligen Klassen, was für ein inoffizielles Spaßturnier sehr bemerkenswert ist. Ohnehin wird dieses Turnier allen Spielern noch lange in bester Erinnerung bleiben. „Eigentlich spiele ich ja nicht mehr. Aber nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder“ lautete das Lob von Boss Heiko
Hier noch die Ergebnisse:
Autor: JD

Sep 19

Zum dritten Mal fanden am 04.09.2011 die Discgolf Open an der Jugendherberge Meinerzhagen statt. Die 3 Scheibensucher Felix Knecht, Arnold Meier und Marco Rühl nutzten die Gelegenheit der frühen Anreise ins Sauerland, um sich bereits am Vortag mit dem Gelände vertraut zu machen. Wurden die 2 Trainingsrunden am Samstag noch bei strahlendem Sonnenschein und 28 Grad absolviert, so wurde der hieraus gewonnene Trainingsvorsprung durch den Dauerregen am Sonntag wieder davongespült. Trotzdem bot die Jugendherberge direkt am Parcours die ideale Übernachtungsmöglichkeit für kleines Geld, und man fühlte sich wieder in seine Jugendzeit zurückversetzt. Etwaige Schnarchgeräusche wurden durch die mitgeführten Oropax-Stöpsel gedämpft, sodass man ausgeschlafen und gestärkt durch das Herbergsfrühstück an den Start gehen konnte.

Dort traf man dann auf die „Büttelborner Fraktion“ mit Marcel Zusch, Dominque Saloff und Bernd Hoffmann, die sich für eine Anreise am Turniermorgen entschieden hatte. Schmerzlich vermisst wurde der Sportkamerad Martin Reez, der aufgrund von Knieproblemen seinen Start leider kurzfristig absagen musste.

Doch kurz vor Turnierbeginn machte das Wetter der Turnierleitung in Person von Ruth Kattwinkel einen Strich durch die Rechnung. Nicht umsonst gilt Meinerzhagen als regenreichste Stadt in NRW. Ein aufziehendes Gewitter mit Donner und Blitzen, gefolgt von heftigem Starkregen verhinderte einen pünktlichen Start. So wurde das Players Meeting kurzer Hand in die Jugendherberge verlegt und die 60 Spieler warteten, welche Entscheidung die Turnierleitung angesichts der widrigen Wetterbedingungen treffen würde. Nach einer halben Stunde des Wartens mit ständigem Blick aus dem Fenster ging es dann um 09.45 Uhr zum Tee off in die 1. Runde. In der Zwischenzeit hatte sich dann auch der bis dahin streikende Drucker entschieden, endlich die Score Cards auszuwerfen. Dem anfänglichen Gewitter folgte nach einer kurzen Regenpause ein fieser Dauerregen, der es den Akteuren schwer machte, die Wurfscheiben trocken zu halten. Gegen Ende der 1. Runde konnte die Sonne dann einen kurzen Durchbruch vermelden und so ging man in die Mittagspause, um sich in der Jugendherberge mit Tortellini, Geschnetzeltem, Salat und Götterspeise zu stärken.

Viele der 12 Bahnen waren „kurz aber dafür knackig“. Es ging bergauf und bergab, teils auf Wiesengelände, teils im Wald rund um die Jugendherberge. Generell muss man sagen, dass der Kurs auf den ersten Blick vermeintlich einfach erschien. Doch vor allem die Waldbahnen hatten es in sich. Und der matschige Untergrund sorgte nur selten für einen festen Stand.

Leider waren die Abwürfe, bedingt durch den heftigen Regen, teilweise in katastrophalem Zustand und für ein Turnier denkbar ungeeignet. Zwar wurde seitens der Turnierleitung in der Mittagspause versucht, die matschigsten Abwürfe mit Rindenmulch „trocken zu legen“, aber auch das half nur bedingt, sodass an manchen Bahnen das Tee um mehrere Meter verlegt werden musste. Da zeigt sich mal wieder aufs Neue, dass die Abwürfe in Rüsselsheim zur Zeit das Maß aller Dinge sind.

Gestärkt durch das Mittagessen trafen sich die neu sortierten Flights dann zum Tee Off und starteten bei nun halbwegs trockenerer Wiese in die 2.Runde. Auch die 3. Runde konnte nach einer kurzen Kaffeepause um 15 Uhr ohne Regen absolviert werden.

Nur zwei Damen nahmen am Turnier in Meinerzhagen teil und hatten somit je einen der 15 Pokale sicher, die von der Volksbank gesponsert wurden. Erste wurde Christine Schnettler (146 Würfe) und zweite Elke Zierke (147 Würfe). Wären unsere beiden Rüsselsheimer Damen am Start gewesen, wären ihnen wohl die ersten beiden Plätze sicher gewesen.

Bei den Junioren gab es wie so oft in dieser Saison einen Wettstreit der drei Jungs aus Lünen. Am Ende hatte Kevin Konsorr die Nase vorn. Letzterer konnte sich den 1.Platz mit 99 Würfen sichern. Über Platz 2 musste ein Stechen entscheiden, das Sven Rippel vor Melwin Korth (beide 106 Würfe) für sich entscheiden konnte.

Bei den Grandmastern war es genau anders herum. Den dritten Platz sicherte sich Robert Amme aus Neuss mit 129 Würfen, doch waren Karl-Heinz Schreiber und Ulrich Drews aus Meinerzhagen wurfgleich mit 121 Zählern. Auf ein Stechen wurde verzichtet und statt dessen entschieden, dass derjenige den 1.Platz erhält, der im direkten Vergleich die bessere Runde hatte. Karl-Heinz Schreiber erhielt somit den Siegerpokal der Grandmaster und Ulrich Drews wurde Zweiter.

Die Open Klasse gewann, wie auch im letzten Jahr Klaus Kattwinkel aus Engelskirchen mit 92 Würfen, dem sogar in der 1.Runde ein ASS auf Bahn 5 gelang. Damit war ihm auch der Ace-Pool sicher, der über die letzten beiden Jahre auf stolze 142 Euro angewachsen war. Zweiter wurde Ralf Hüpper (99 Würfe) aus Köln und den dritten Platz sicherte sich der ehemalige Frisbee-Weltmeister Hartmut „Hartl“ Wahrmann (101 Würfe) aus Lünen.

Bei den Masters dominierte Frank Schube mit 90 Würfen deutlich das Geschehen und wurde mit 2 Würfen vor Klaus Kattwinkel Turniersieger. Matthias Korth aus Lünen wurde mit 112 Würfen Zweiter und der Scheibensucher Bernd Hofmann sicherte sich mit 113 Würfen knapp dahinter einen hervorragenden 3. Platz und durfte ebenfalls einen Pokal mit nach Büttelborn nehmen.

Für die kommenden Jahre übergibt Ruth Kattwinkel die Organisation des Turniers in die Hände des gerade neu gegründeten Vereins in Meinerzhagen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen dort die Probleme mit den Abwürfen in den Griff bekommen. Dann steht einer erneuten Teilnahme im nächsten Jahr nichts mehr im Weg.

Die Ergebnisse der Rüsselsheimer Scheibensucher im Einzelnen:

Junioren: Dominique Saloff 5.Platz (39,43,42 / 124)

Open: Felix Knecht 11. Platz (40,37, 37 / 114), Marco Rühl (38, 40, 37 / 115), Marcel Zusch 21. Platz (39, 41, 40 / 120)

Master: Bernd Hoffmann 3. Platz (37,39,37 / 113), Arnold Meier (40,37,39 / 116)

Bericht: Marco Rühl

Fotos gibt’s unter http://www.flickr.com/photos/discgolf-nrw/sets/72157627605862862/

Sep 12

Am 3. und 4. September wagten sich 7 mutige Scheibensucher zum Turnier „Open du Champ du Feu“ nach Frankreich. Das Champ du Feu ist ein 1.100m hoch gelegenes Skigebiet in den Vogesen unweit von Straßburg und mit 3 Stunden Fahrzeit aus Sicht der Scheibensucher durchaus  in der Nachbarschaft gelegen.

Der Kurs:
Veranstaltet wird das Turnier von den Stork Hyzers, die ihre Körbe extra für dieses Wochenende vom Straßburger Heimatkurs abmontieren und in die waldreiche Berglandschaft einbauen. Mit dem weitläufig offenen, von kurzem Gras bewachsenen Skihang und dem angrenzenden Wald, der fast völlig frei von Unterholz und Buschwerk ist, steht dem Kursplaner eine ideale Grundlage für einen ausgewogenen und anspruchsvollen Kurs zur Verfügung.
Und Course Director Thomas Barker weiß diese Vorteile virtuos zu nutzen. Schon im Vorfeld kündigte er an:  „Ich bevorzuge ein technisches Kurs-Layout mit trickreichen Bahnen. Aber auch die Freunde weiter Würfe sollen auf ihre Kosten kommen. Dieses Jahr haben wir den Kurs mit minimalen Änderungen weiter perfektioniert.“

Herausragend dabei Bahn 3: Mit einer Länge von 348m und einem Gefälle von über 50m ein Superlativ. Zwei Spotter, Turnierdirektor Mario unterstützt von Serge, garantierten, dass die Scheiben schnell geortet wurden und kein nennenswerter Spielverzug entstand. Mit etwas Glück, leichtem Seitenwind und dem richtigen Abwurfwinkel glitten die Scheiben eine gefühlte Ewigkeit lang bergab. Dabei war immer das eindrucksvolle Bergpanorama im Hintergrund zu sehen, unvergesslich für jeden Discgolfer. Bei Flugdauern von ca. 20sec legten die Scheiben bis zu 330m Distanz zurück.

Bahn 10, eine sehr lange, kerzengerade Bahn im Wald, verhagelte so manchem Spieler den Score. Eigentlich mit Par 4 durchaus spielbar, erlebte manch erfahrener Spieler hier ein Fiasko, wenn er vom geraden Weg, dem „Pfad der Tugend“ abkam. „Nach 3 Würfen lag ich 40m seitwärts vom Fairway und der Korb war nicht mehr sichtbar. Nach weiteren 2 Würfen hatte ich mich bis zum Korb durchgekämpft, der daraufhin meinen Puttversuch aus den Ketten spuckte. Die Scheibe rollte ins Bachbett, Re-Putt vergeigt und so musste ich mir die 8 aufschreiben lassen“ wußte Scheibensucher Chris Longmire von Runde 2 zu berichten. Daraufhin war Chris mit ganzer Willenskraft beschäftigt sein feurig-texanisches Temperament zu kontrollieren, während Michael Kobella in Runde 1 nach ähnlich desaströsem Verlauf an Bahn 10 äußerlich völlige Gelassenheit bewahrte, was nur mit fortgeschrittener fernöstlicher Mentaltechnik zu erklären ist.

Die Organisation:
Großes Lob für den Turnierdirektor Mario Tomasi, der sich penibel um jede Kleinigkeit kümmerte, so dass sich die Spieler, die teilweise mit Familie angereist waren, immer gut aufgehoben fühlten.  Der ganze Ablauf gestaltete sich reibungslos und stressfrei. Dabei stellten viele aus Deutschland angereisten Teilnehmer fest, dass sie ihre Französischkenntnisse ruhig mal auffrischen könnten, denn ohne Mario´s charmante Übersetzungen hätten die meisten beim Players Meeting nicht viel verstanden.

Das Ausflugsrestaurant „Haus Hazemann“ stellte das Turnierbüro zur Verfügung, versorgte die Gäste mit sehr guten 3-Gänge Menüs und machte alle Hoffnungen zunichte, durch ein sportliches Wochenende dem Idealgewicht näher zu kommen. Die Palette an Unterkünften reichte von Campingplatz, Holzhütten, Zimmern im Wanderheim und komfortablen Doppelzimmern im neu erbauten Gästehaus –alles direkt am Gelände – bis zu Appartements im Reiterhof 300m weiter.

Zum Sportlichen, Runde 1, Samstag:
Bei guten Wetterbedingungen (sonnig, leichter Wind) setzten sich aus dem kleinen Teilnehmerfeld in der ersten Runde zwei französische Master-Spieler, Jean Marie Hallier und Loic Dumont, mit jeweils 55 Würfen in Führung. Dahinter Jürgen Taube mit 57 und Michael Kobella mit 58 Würfen, ebenfalls beide Master. Es wurde deutlich, dass auf diesem Turnier die Master-Klasse sehr stark besetzt war.

Bei den Open-Spielern konnte sich Scheibensucher Chris Longmire mit 59 wurfgleich mit dem Franzosen Loic Le Pleux an der Spitze präsentieren. Scheibensucher Martin Kunz folgte mit 60 Würfen zusammen mit Frank Hellstern dichtauf und Scheibensucher Michael Hamann wahrte mit einer 62 noch seine Chancen.

Bei den Damen lagen nach der ersten Runde mit jeweils 67 Würfen Natalie Moßig und Tanja Höll gleichauf an der Spitze. Christine Hellstern folgte mit 69 Würfen auf Platz 2, gefolgt von der Französin Florence Dumont mit 71 Würfen.

Chirs Longmire & Michael Hamann

Runde 2, Ergebnis German Tour C-Turnier:
In der zweiten Runde, die für das C-Turnier in der German Tour Wertung den Abschluss darstellte, holte Michael Kobella mit einer 54, der besten gespielten Runde, erwartungsgemäß (ohne 8 an Bahn 10) auf und konnte sich hinter Jean Marie Hallier den zweiten Platz bei den Masters sichern.  Hinter Loic Dumont auf dem dritten Platz folgte mit einer 60 Jürgen Taube. Mit zwei solide gespielten 60er Runden erreichte Scheibensucher Michael Janske-Drost den fünften Platz. Course Director Thomas Barker (USA) reihte sich mit 2 Wurf Abstand auf dem sechsten Platz ein. Scheibensucher Wolfgang Kraus landete mit einer 66 und einer 65 auf dem neunten Platz und mit einem respektvollen Abstand von weiteren 16 Wurf beendete Scheibensucher Frank Matheis sein erstes Turnier. „Auf diesem Kurs habe ich Sachen gelernt, die auf dem eigenen Parcour im Rüsselsheimer Ostpark nie gefordert waren. Insgesamt bin ich auch mit dem Spielergebnis sehr zufrieden. Von der Anstrengung der beiden Runden glühe ich immer noch“, wusste Frank abends zu berichten.

In der Open-Klasse baute der Führende Loic Le Pleux in Runde 2 einen Vorsprung von 4 Wurf auf. Weil der seit den Albuch Open von einer Muskelzerrung geplagte Chris Longmire nun eine 61 spielte, musste er sich den zweiten Platz mit Frank Hellstern und dem Scheibensucher Martin Kunz, der zwei 60er Runden spielte, teilen. Scheibensucher Michael Hamann, der Waldbahnen nicht zu seinen Favoriten zählt, blieb mit einer 62 und einer 64 etwas hinter seinen letzten Turnierergebnissen zurück, erreichte aber noch den sechsten Platz.

Natalie Moßig bestätigte in der zweiten Runde mit einer weiteren 67 ihre hervorragende Leistung und gewann mit 4 Wurf Vorsprung vor Christine Hellstern und Tanja Höll, die sich Platz 2 teilten. Natalie Moßig nach ihrem Sieg: „Eigentlich hatte ich gar keine Lust zu diesem Turnier zu fahren, habe mich mühsam überreden lassen und musste auch noch um 4 Uhr früh aufstehen. Aber jetzt freue ich mich umso mehr und werde nächstes Jahr bestimmt wieder kommen.“

Weitere Spielklassen kamen nicht zustande. Erwähnenswert aber die beiden Grandmaster Alain Gérardin (Frankreich) und Benjamin Schneider (Schweiz), die sich in der Masters-Klasse auf den Plätzen 7 und 8 einreihten.
Es spielten auch 3 Junioren mit: Marie-Tess Schmitt-Barker (12 Jahre) und Toma Schmitt-Barker (11 Jahre) sowie der angehende Scheibensucher Raoul Janske-Drost (9 Jahre). Die Drei spielten ab Runde 2 zusammen und bewältigten den schwierigen Parcours fröhlich lachend mit reichlich Spaß. Dabei kam die sportliche Leistung nicht zu kurz und Toma hielt sogar den Closest-to-the-Pin Rekord bis Runde 3.

Runden 3 und 4, Sonntag:
Während einige Teilnehmer mit dem Abschluss der C-Turnier Wertung samstags abends abgereist waren, ging das Turnier am Sonntag als PDGA c-tier und in der französischen Nationalwertung weiter. Schon für Samstag nachmittag war Regen angekündigt, der aber erst abends zum Putting-Contest im Dunkeln (Gewinner Loic Le Pleux) einsetzte. Sonntag früh war das Gras nass, der Himmel bedeckt, aber die Wolken hielten dicht.

Im Führungsflight bauten die Masters Jean Marie Hallier und Loic Dumont sowie Open-Spieler Loic Le Pleux mit Ergebnissen unter 60 ihren Vorsprung aus, während  Jürgen Taube (Master) durch eine 63er Runde zurückfiel. Michael Kobella war mangels Zeit leider nicht mehr dabei.  Im Verfolgerflight war es spannend, denn alle vier Spieler starteten mit je 120 Würfen. Frank Hellstern (Open) gewinnt den Flight mit 58 Würfen, Michael Janske-Drost (Master) spielte zum dritten Mal eine 60, während Chris Longmire (Open) mit einer 62 und Martin Kunz (Open) mit einer 63 etwas nachließen. „Mit 8 Würfen auf Bahn 10 habe ich meinen Score vergeigt. Schade, denn sonst war es eine gute Runde“ so Chris. Dafür rückte Thomas Barker (Masters) aus dem dritten Flight mit einer starken 58 auf.

Bei den Damen spielte Christine Hellstern eine sensationelle 61er Runde und zeigte den anwesenden Herren, dass Grips und Technik der Schlüssel zum Erfolg ist. Natalie Moßig und Tanja Höll waren sonntags nicht mehr dabei.

Vor Runde 4, die als Finale über 9 ausgesuchte Bahnen gespielt wurde, setzte dann doch der angekündigte Regen ein. Die Flights wurden jetzt nach Klassen eingeteilt.

Bei den Open-Spielern ging der Sieg klar an Loic Le Pleux. Frank Hellstern sicherte sich den zweiten Platz und Scheibensucher Chris Longmire erreichte den dritten Platz. Scheibensucher Martin Kunz versuchte aus dem Rückstand heraus mit vollem Risiko anzugreifen, was gründlich mißlang, aber er konnte seinen vierten Platz halten.

Masters: Die Plätze 1 und 2 gingen ungefährdet an die beiden Franzosen Jean Marie Hallier, der auch den Gesamtsieg einfuhr, und Loic  Dumont . Loic trug seinen verletzten Pudel im Arm über den Kurs und setzte die Hundedame beim Abwurf immer trocken auf ein Handtuch unter seinem Schirm.
Spannend wurde es im Kampf um die Plätze 3, 4 und 5: Gleich 3 Masters-Spieler lagen gleichauf mit 180 Würfen: Jürgen Taube, Thomas Barker und Michael Janske-Drost. Und so ging es aus: Jürgen Taube spielte eine saubere 29 und erkämpfte sich verdient Platz 3. Thomas Barker kam mit 31 Würfen auf Platz 4. Scheibensucher Michael Janske-Drost hatte mit 34 Würfen kein Glück im Regen und belegte Platz 5.

Christine Hellstern errang souverän den Sieg bei den Damen. Toma Schmitt-Barker landet vor seiner Schwester Marie-Tess und vor dem jüngsten Spieler Raoul Janske-Drost, der nächstes Jahr bestimmt Mitglied der Scheibensucher wird.

Zur Siegerehrung sprachen als offizielle Gäste der Bürgermeister von Belmont, die Verantwortliche für Sportförderung in der Region Bas-Rhin und der Betreiber des Geländes. Sie hoben hervor, dass Sie Discgolf auf dem Champ du Feu als neue Sportart sehr schätzen. Weitere Details fielen wegen mangelnder Sprachkenntnisse des Autors durch den Rost, aber es blieb das Gefühl, dass man als Disgolfer hier sehr willkommen ist.

Mario Tomasi rief die Sieger in den Kategorien auf und die Amtsinhaber überreichten die Pokale und das Preisgeld. Auf die Frage, wer denn den Sonderpreis erhalten soll antwortete der Bürgermeister spontan: „Natürlich der Sieger bei den Junioren!“, und so gewann Toma Schmitt-Barker gleich 2 Pokale. Dazu gab es für alle Junioren jeweils noch eine hochwertige Scheibe, so dass Toma seine Beute kaum noch tragen konnte. Zum Abschluss gab das Restaurant Hazemann noch eine Runde Elsässer Wein mit den typischen, knackigen Mini-Brötchen aus.

Mit müden Beinen freuten sich die Scheibensucher auf 3 Stunden Sitzen im Auto und traten erschöpft, nass und zufrieden die Heimreise an. Chris Longmire: „Nächstes Jahr plane ich gleich den Freitag und den Montag Urlaub mit ein um den Ausflug richtig zu genießen“. Der in Sachen Discgolf weitgereiste Scheibensucher Martin Kunz, der schon viele Kurse gespielt hat, resümiert: „Wow, was für ein Kurs!“

Hier ein Link zu den Ergebissen : LINK

Autor: Michael JD

Aug 29
Blick von Bahn 5 in die Schlucht

Blick von Bahn 5 in die Schlucht

Mit zwei Damen und 12 Herren reisten die Rüsselsheimer zum Saisonhighlight und einzigem A-Turnier nach Söhnstetten.

Auf vielen Bahnen, die in dieser Form auch bei der EM 2008 gespielt wurden, zeigte das vollbesetzte Starterfeld (72 Startplätze in 4 Spielklassen) unterschiedlichste Leistungen.

Die beste Runde mit 50 Würfen spielte auch der spätere Sieger Christian Plaue aus Grebenstein der nicht direkt zum Favoritenkreis zählte, waren doch mit dem überragenden deutschen Weltklassespieler Simon Lizotte aus Bremen und Dominik Stampfer aus Söhnstetten (also mit Heimvorteil) sowie einige anderer heimstarker junger Spieler die Konkurrenz um den Titel sehr groß. Er siegte mit 3 Würfen vor Simon Lizotte und dem sehr starken Victor Braun aus Berlin.

Die schlechteste Runde des Starterfeldes mit 96 Wurf wurde in der Damenklasse erspielt in der 6 Damen an den Start gingen und Scheibensucherin Nora Wrobel die beiden ersten Spielrunden noch dominieren konnte (jeweils mit 69 Würfen) letztendlich aber nur Rang 2 belegen konnte. Wieder einmal siegte Christine Hellstern aus Oberkirch in der Damenklasse.

Bernd Hoffmann beim Putten im Halbfinale

Das erhoffte Wetter im Hochsommer blieb am Samstag leider völlig aus und die erste Spielrunde musste komplett im Regen und bei kühlen Temperaturen absolviert werden. In der zweiten Runde konnten zumindest zeitweise die Regenschirme geschlossen werden bevor nochmals ein richtiger Regenguss aus „heiterem Himmel“ sich auf die Teilnehmer senkte und für “Land unter” sorgte. Auch die Tatsache das einige Wiesen mit frischem Schafskot garniert waren machten den wunderschönen Kurs zusätzlich sehr interessant zumal zumindest ein Spieler den Kot an einer gelandeten Scheibe nicht sah und schön an sein Scheibentuch schmierte und sich bei späteren Bahnen wunderte das beim Abwischen der Scheiben diese nicht wirklich sauber wurden und nicht geruchsfrei waren wie vor den Würfen.

Melvin Korth beim Abwurf auf Bahn 9

Beim Rennen um das Halbfinale der besten 20 Open-Spieler musste leider der z.Zt. gut in Form befindliche Scheibensucher Chris Longmire mit einer Muskelverletzung die letzte Runde anlauffrei absolvieren was natürlich Weite kostete und er somit als 22. das Halbfinale knapp verpasste. Dennoch reichte es für zwei Scheibensucher zum Einzug in die Runde der besten 20. Jürgen Palme (Rundenergebnisse: 59/59/62/27) und Michael Hamann ((Rundenergebnisse: 60/66/56/28) erspielten sich eher überraschend die Endplätze 11 und 14 in diesem starken Starterfeld und ließen manch namhaften guten Spieler hinter sich. Mit einer 56er Runde schaffte Michael Hamann als einziger Scheibensucher ein Ergebnis unter Platzpar (58 Würfe) und konnte sich nur aufgrund einer überflüssigen 66er Runde davor nicht noch besser platzieren. Jürgen Palme spielte sehr konstantes und gutes Disc Golf und landete damit nur einen Platz hinter Mr. GermanTour Klaus Kattwinkel aus Engelskirchen der diesmal nicht in das Finale einziehen konnte was die Ausnahme ist.

Die Landschaft

Die Landschaft

Das Turnier in Söhnstetten ist landschaftlich gesehen mit Sicherheit das Highlight der Saison und bot mit sensationellen Bahnen den würdigen Saisonhöhepunkt der GermanTour 2011. Sogar einige Neulinge, die vorher noch nicht in Söhnstetten gespielt haben, bekamen die Gelegenheit dabei zu sein und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Das Gefühl hatte z.B. Scheibensucher Guido Klein der in seiner Spielklasse „Master“ zwar nur den letzten Platz belegen konnte aber sich in jeder Spielrunde steigerte (Rundenergebnisse: 80 / 79/ 73) und sehr viel gelernt hat wie er bilanzierend feststellte und ganz nebenbei ja auch noch die Wurfkünste und Ergebnisse der Top-Spieler bewundern durfte. Gleich nach dem Turnier wurde ein Ballgolf-Set an einen Käufer in Stuttgart übergeben welches bei Ebay verkauft werden konnte. Somit wurde auch die alte Leidenschaft des teuren Ballgolfspieles begraben um zukünftig nur noch Disc Golf zu spielen, HEYHODISCGOLF!!!

Hier die Ergebnisse der Scheibensucher bei den Albuch Classics 2011:

OPEN (38 Teilnehmer)
11. Jürgen Palme, 14. Michael Hamann, 22. Christopher Longmire, 24. Marco Rühl, 25. Martin Kunz, 30. Jürgen Benthaus, 32. Marcel Zusch, 34. Jürgen Geretshauser

DAMEN (6 Teilnehmerinnen)
2. Nora Wrobel, 4. Verena Witkowski (Palme)

MASTER (16 Teilnehmer), es siegte mit großem Vorsprung Frank Buchholz aus Hamburg
7. Rick Spear, 8. Michael Janske-Drost, 11. Bernd Hofmann, 16. Guido Klein

Bei den Junioren siegte erneut Sven Rippel aus Lünen der sogar in der Open-Klasse Platz 5 belegt hätte und somit nur knapp das Finale verpaßt hätte Die Klasse der Grandmaster wurde souverän von Ewald Tkocz gewonnen der ganze 20 Würfe Vorsprung auf den Zweitplatzierten erspielen konnte.

Alle Ergebnisse unter discgolf.de

Bericht : Michael Hamann, Bilder : Guido Klein